12. Int. St. Pöltner RMT 2019

Letzten Sonntag, 2. Juni 2019 hat unser Verein den St. Pöltner Radmarathon als 3. Bewerb zur Vereinsmeisterschaft 2019 absolviert.

Vorweg: Unser neuestes Vereinsmitglied Kurt Baldrian hat nach einer Woche Mitgliedschaft sofort das erste Rennen erfolgreich für den URC bestritten – mit durchaus beachtlichem Ausgang!

v.l.n.r.: Manfred Gaupmann, Christoph Steigele, Stefan Manker, Kurt Baldrian

Es galt 80 hügelige Kilometer herunterzuspulen, die unser Club nicht nur durch die örtliche Nähe gut kannte, dieses Jahr haben wir die Strecke mit den Anstiegen Wetterlucke, Luft und Plambacheck im Zuge unserer Sonntagsausfahrten auch schon zwei mal besichtigt.

Das Wetter zeigte sich das ganze Wochenende über von seiner besten Seite, so war schon vor dem Start klar, es würde die erste Hitzeschlacht im Jahr 2019 zu erwarten sein. Rechtzeitig nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde gesellten sich unsere fünf Starter, Christoph Steigele, Kurt Baldrian, Leonhard Mitterböck, Manfred Gaupmann und Stefan Manker um 9:45 Uhr in den Startblock der 80km-Classic-Strecke.

Die ersten Kilometer wurden neutralisiert hinter dem Pacecar absolviert, die erwartete bzw. befürchtete Temposchlacht zu Beginn blieb aus. Dass die Fahrt unter über 300 Konkurrenten auf engstem Raum sich nicht einfach gestaltet, machte nicht zuletzt der Sturz (nach Reifenschaden) eines Kollegen aus dem Cycle Team Tulln deutlich. In der Masse ausgebremst, mussten alle URCler danach erst wieder den Anschluss an die Spitzengruppe herstellen, was jedoch vor dem ersten Anstieg in Schwarzenbach gelang. Unmittelbar danach folgte noch ein weiterer, glimpflich verlaufener Sturz zweier Kontrahenten, glücklicherweise blieben wieder alle unmittelbar folgenden Hainfelder unbeeinträchtigt.

Nach der folgenden „Wetterlucke“ hatte sich die Spitzengruppe bereits vorn abgesetzt, vereinsintern fuhren Christoph Steigele, Kurt Baldrian, Leonhard Mitterböck und Stefan Manker gemeinsam in den größten zu bewältigenden Anstieg, die „Luft“. Nachdem diese in einer größeren Verfolgergruppe passiert werden konnte, wurde bis zum „Plambacheck“ Tempo gebolzt. In diesem letzten Anstieg fuhr Stefan Manker noch an die Spitze der Gruppe, um gleich in der folgenden Abfahrt für diesen Effort die Rechnung in Form von Krämpfen zu spüren bekam. Der ebenfalls mitgekommene Leonhard Mitterböck nützte daraufhin seine noch gute Verfassung und konnte in der weiter zusammen fahrenden Gruppe vorne im belgischen Kreisel Tempo machen.

Mit einem Schnitt von deutlich über 40km/h ging es zurück Richtung St. Pölten. Die Hitze in Verbindung mit der hohen Belastung forderte aber auch hier ihren Tribut: Leo Mitterböck bekam auf den letzten Kilometern ebenso Krämpfe, wie auch Christoph Steigele und Manfred Gaupmann in den weiteren Verfolgergruppen.

Leonhard Mitterböck und Stefan Manker kamen letztendlich fast zeitgleich nach 2 Stunden und 18 Minuten Fahrzeit am Ende der großen Verfolgergruppe (Gesamtplatz 35-60, Schnitt >34km/h, 10 Minuten Rückstand auf die Siegerzeit) im St. Pöltner Landhausbezirk an, wo Stefan Manker (2:18:08.6, Platz 54) auf den letzten Metern mit einem Zielsprint die Vereinsmeisterschaftswertung zu seinen Gunsten entschied. Leonhard Mitterböck wurde in 2:18:13.3 gesamt 57.

v.r.n.l.: Stefan Manker, Platz 1 in der Vereinsmeisterschaftswertung; Leonhard Mitterböck, Platz 2 in der Vereinsmeisterschaftswertung

Nur drei Minuten später stürmte Neuling Kurt Baldrian (2:21:45.8) auf den 75. Gesamtplatz und reklamierte beim ersten Antreten gleich einen Stockerlplatz in der Vereinsmeisterschaftswertung für sich. Christoph Steigele als 107. (2:26:50.2) und Manfred Gaupmann (2:57:41.4) mit Rang 258 komplettieren das schöne Ergebnis. Der URC zieht trotz des teilweise nervösen Feldes zu Beginn ein positives Gesamtresümee der Veranstaltung.

Meisterschaftsstand

Mit dem krankheitsbedingten Ausfall von Marius Laz, konnte Stefan Manker seine Führung in der Meisterschaft mit 72 Punkten ausbauen, erster Verfolger ist nun Leonhard Mitterböck (-6 Punkte) vor Christoph Steigele (-17 Punkte). Zu beachten ist jedoch, dass das schwächste Ergebnis als Streichresultat in die Jahreswertung nicht mit einfließt, Marius Laz (-26 Punkte) als momentan Meisterschaftsvierten also noch alle Möglichkeiten offen stehen. Die Meisterschaftsstände und Ergebnisse im Detail sind wie gewohnt hier abrufbar.